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Kortisonersatz: gibt es Ersatz für Cortison?

Cortison ( Corticosteroide oder Glucosteroide ) hat starke entzündungshemmende Wirkung und wird sehr häufig bei einer Vielzahl von Krankheiten eingesetzt - von Asthma über Hautkrankheiten bis Rheuma. Wegen der erheblichen Nebenwirkungen besteht oft der Wunsch nach einer Alternative. Gibt es einen Ersatz für Kortison?

Ja, Tocotrienole (T3) sind eine entzündungshemmende, natürliche und nebenwirkungsfreie Alternative zu Cortison. Aber: Medizinisch verabreichtes "Kortinson" besteht aber oft aus synthetischen Steroiden mit der 4- bis 25fachen Wirkung des natürlichen Kortinsons (Prednisolon, Dexamethason). Werden diese in hohen Dosen eingesetzt, reichen Tocotrienole als Ersatz nicht aus (Dazu ein aktueller Hinweis: Eine Studie von Juni 2015 berichtet bei gamma-Tocotrienol sogar von einer besseren Wirkung als Prednisolon bei von Hausstaubmilben verursachtem Asthma. Prednisolon ist ein 5-fach stärkeres Cortison als natürliche Varianten.)

Als Ersatz für eine relativ niedrige Dosis von synthetischem Cortison kämen Tocotrienole aber in Frage. Für  die langfristige systemische Anwendung zur Entzündungshemmung könnten Tocotrienole sogar die erste Wahl sein.

Tocotrienole können sowohl innerlich (oral) als auch über die Haut (topisch) angewendet werden.

Innerlich (oral): In der relativ niedrigen Dosierung von 50mg Tocotrienol/Tocotrienol-Komplex, kann durch Tocotrienol schon eine Linderung des Entzündungsreizes erzielt werden. Besonders aussichtsreich ist dies, wenn der Empfänger vorher hohem oxidativem Stress ausgesetzt war. Hoher oxidativer Stress entsteht durch chronisch vorhandene Entzündungen (Rheuma, Asthma), durch externe Einflüsse (Zigarettenrauch, Ozon) und durch eine schlechte Versorgung mit Vitamin E oder C - ca 50% der Deutschen erreichen die empfohlene Versorgung mit Vitamin E nicht. Die 50mg T3-Komplex entsprechen mit ca 16 mg aTÄ in etwa dem Tagesbedarf an VItamin E.

In Studien werden häufig 120mg T3 oder 200mg T3 / Tag verwendet. Diese Menge ist noch weit unter der von der EFSA als lebenslang unbedenklich eingestuften Menge von 300 mg aTÄ und könnten so auch dauerhaft eingesetzt werden um einen hoheren Spiegel von Vitamin E als Antioxidans zu erreichen.
200mg T3 aus Palmöl (beispielsweise enthalten in 1/2 g TRF)  entsprechen  81 mg aTÄ (knapp 1/3 der maximalen Vorgabe). 

äusserlich (topisch): Tocotrienole wirken sehr gut, wenn sie direkt auf die Haut aufgetragen werden. Sie dringen sehr gut in die Haut ein (Dauer 10-15 Minuten) und sind dort auch sofort wirksam. Im Gegensatz zu konventionellem "Vitamin E" können Tocotrienole auch unter der Haut liegende Strukturen wie Gelenke erreichen.
Eine optimale Wirkung wird erreicht, wenn die Anwendung des dünn aufgetragenen Tocotrienol-Öls nach ca. 10 Minuten wiederholt wird. Wirksame Tocotrienol-Öle für die Anwendung auf der Haut haben Konzentrationen von 1% bis 20% reines Tocotrienol-Vitamin.

Ein detaillierter Vergleich

Hier ein detaillierter Vergleich der Wirkmechanismen von Cortison und Tocotrienol.

ThemaCortisonTocotrienol/T3Bemerkung
Entzündungs- Hemmung durch Hemmung von COX-2 und COX-1 Hemmung von COX-2 Vorteil T3: nur lokal wirkendes COX-2 gehemmt. Die globale PG-Synthese durch COX-1 kann weiterhin stattfinden. mehr darüber
Entzündungs- Hemmung durch permanente Inaktivierung von NF-kB und AP-1 durch Komplexbildung Natürliche Hemmung von NF-kB und AP-1 durch Redoxwirkung an Zellmembranen Vorteil T3: bei starken Reizen (wie Bakterien-DNA) steht immer noch Potential zur Immunabwehr zur Verfügung,NF-kB Inaktivierung durch die natürlichen Kontrollproteine mehr darüber
Verabreichung möglich durch Inhalation, Injektion, oral und durch Cremes möglich durch oral und durch Cremes bzw. Öle Vorteil Kortison: Es kann zur starken und schnellen Wirkung inhaliert oder injiziert werden - auch in hohen Dosen.
Vorteil T3: sehr gut durch die Haut aufnehmbar (Cortison wirkt erst als Cortisol, nach Umwandlung in der Leber)
Stoßtherapie / Hochdosis-Therapie Hochdosis (80-4000mg Prednisolon) möglich durch Inhalation, Injektion bei schweren Schockzuständen, akuten Schüben und schweren Krankheotsbildern Hochdosen nicht möglich  

Tabelle der unerwünschten Wirkungen von Glucocorticoide im Vergleich zu Tocotrienolen

Cortison
(bekannte unerwünschte Wirkungen)
Tocotrienol/T3
im Vergleich dazu
Osteoporose, Calciumverlust positive Wirkung auf Osteoporose und Frakturheilung nachgewiesen mehr darüber
Muskelschwund, Myopathie kein Muskelabbau da keine Anregung von Gluconeogenese
Exazerbation (Verschlechterung) von Ulcera(Magen/Darm)

Tocotrienole wirken nachweislich gegen Gastritis/Ulcus

mehr darüber

Senkung der Glukosetoleranz, Steroiddiabetes keine zusätzliche Zuckerproduktion durch Gluconeogenese
dagegen Senkung der Spiegel von Glucose und Insulin nachgewiesen mehr darüber
Thromboseneigung

T3 wie allgemein Vitamin E hat anthrombotische Wirkungen

mehr darüber

- Senkung der Koagulationsneigung des Blutes (Quick-Wert) durch Vitamin E, dadurch Wirkungssteigerung von gerinnungshemmenden Medikamenten (Marcumar, Aspirin) mehr darüber
dünnere Haut (durch Kollagen-Abbau)

positive Wirkung auf die Haut in vielen Aspekten (Kollagen Aufbau) mehr darüber

  • Wachstumshemmung bei Kindern
  • Hypertonus
  • Hypernatriämie
  • Hypokaliämie
  • Glaukom
  • Katabolismus
  • Störung der Wundheilung
  • Fettumverteilung (Cushing-Syndrom)
diese Wirkungen sind spezifisch für Glucocorticoide und bei Vitamin E und T3 nicht zu finden
psychische Veränderungen: Euphorie, gelegentlich auch Depression, psychotische Symptome und emotionale Labilität keine psychischen Wirkungen bekannt oder zu erwarten
nach Absetzen Nebennierenrinden-Insuffizienz keine Hormongabe, dadurch kein Einfluss auf das Hormon-produzierende Organ
unerwünschte Nebenwirkungen nehmen zu mit Therapiedauer und Dosis unerwünschte Nebenwirkungen nicht bekannt, durch die kurze Verweildauer von Tocotrienolen wird nach 24-48h wieder der vorhergehende Zustand erreicht

Wie man sieht sind die vielen unerwünschen Wirkungen von Kortison bei Verwendung von Tocotrienolen nicht vorhanden bzw. gerade ins Positive verkehrt. Andererseits sind Hochdosierungen und Stoß-Therapien durch die fettlösliche Natur des T3 nicht möglich.

Es wäre zu prüfen inwieweit Tocotrienole bei Langzeittherapien die niedrigdosierte systemische Anwendung von Glucocorticoiden ersetzen können. Oder inwieweit die kombinierte Anwendung von T3 zur Senkung der Kortisondosis bzw. Linderung der Nebenwirkungen eingesetzt werden können.

Bei lokaler Anwendung  werden mit Tocotrienolen relativ hohe Dosen erreicht. Cortison dagegen ist auf der Haut zunächst unwirksam, da es erst in der Leber in Cortisol umgewandelt werden muss. Bei lokalen Anwendungen (etwa bei Ekzemen) scheinen Tocotrienole eine gute Alternative zu bilden.

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13.12.2017 18:00