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Tocotrienole - wie Dosieren bei Chemotherapie?

Aktuelle Studien zeigen, dass Tocotrienole die Wirkung von Chemotherapien verstärken. Aber welche Dosierungen sollte man hier ansetzen?

Im Gegensatz zu vielen Substanzen mit Anti-Krebs-Wirkung haben wir bei Tocotrienolen den Vorteil, dass es sich um eine im Körper immer vorhandene Substanz mit sehr geringer Giftigkeit handelt. Und dass es dazu schon Erfahrungen und Studien über Dosierungen, Konzentrationen und Ausbreitungsverhalten im Körper gibt. Im Moment werden klinische Studien vorbereitet, um den Vorteil von zusätzlichem Tocotrienol bei Chemotherapien bei Menschen statistisch nachzuweisen. In einigen Jahren werden harte Zahlen vorliegen.

Bislang können wir uns nur auf die Konzentrationen in Studien in vitro und auch in vivo stützen. Einige Tierstudien arbeiteten mit sehr hohen Dosen (200 mg/kg Körpergewicht), die auf Menschen umgesetzt unpraktikabel erscheinen. Es existieren aber auch Studien, die eine Wirkung ab ca 3,5 μMol nachweisen. Diese Konzentration (bis zu 10 μMol) kam bei Menschen schon bei moderater, mehrwöchiger oraler Einnahme zustande (200 mg gT3/d 6-12 Wochen). Wäre der zu behandelnde Tumor nahe der Haut, läge zusätzlich die topische Anwendung nahe, da damit schon in kurzer Zeit (15 min) Konzentrationen über 5 μMol erreicht werden können (die allerdings nach 1-2 Stunden wieder abflachen). 

Basierend auf diesen Rahmendaten (Details unten) könnte ein folgender Dosierungsansatz verfolgt werden:

Dosierungsvorschlag mit Markentocotrienolen (Tocomin und Deltagold)

Grundsätzlich sollte jede Menge an Tocotrienolen (ab ca. 200mg/d) die Sensitivität von Tumorzellen für Chemotherapiebehandlungen verbessern. Bei  Mengen über 100mg gilt grundsätzlich: die Mengen immer langsam (über einige Tage) steigern oder verringern.

Vorschlag für TRF - Beispiel mit Tocomin 50%


1. möglichst früh (6-12 Wochen vorher) mit >200mg T3 am Tag anfangen.
    Das sind 500mg Tocomin oder 4 mal 125mg = 4 mal 1/8 Pipette
2. In den Wochen, wo's drauf ankommt (während der Chemo) das steigern auf das 4-fache.
    Das sind 1800mg Tocomin oder 4 mal 1/2 Pipette.

Das entspricht der von der EFSA täglich vorgeschlagenen
Maximalmenge bei lebenslanger Verwendung
3. Für medizinische Indikationen könnte ein Arzt diese Menge auf beispielsweise nochmals das doppelte oder vierfache steigern ohne Toxizität befürchten zu müssen.

Verwendet man eine DMT3-Mischung nach Dr. Barrie Tan (mit < 10% alpha-Tocopherol), oder reines Annatto-Tocotrienol, kann man mehr nehmen, da so weniger aT-Äquivalente erreicht werden und gleichzeitig die Aufnahme verbessert wird. Dadurch ändert sich der Punkt 2 wie folgt:
2. In den Wochen, wo's drauf ankommt (während der Chemo) das steigern auf das 4-fache bis 8-fache.
    Das sind 2000 bis 4000 mg DMT3 oder 4 bis 8 mal 1/2 Pipette.

Mit DMT3-könnte man also die Erfolgsaussichten durch eine größere Menge und mehr Gehalt von gamma- und delta-Tocotrienol steigern.
 

Anwendung oral: Die Studien zeigen, dass die Konzentrationen schon innerhalb von 4 Stunden nach der Einnahme abfallen und dass die Aufnahme zusammen mit Mahlzeiten am besten ist. Es empfiehlt sich deshalb die Tagesmenge auf 3-4 Teile aufzuteilen.
Es dürfen keine Nahrungsergänzungsmittel mit alpha-Tocopherol gegeben werden, da dies die orale Aufnahme deutlich herabsetzt. Hohe Mengen Vitamin E dürfen nicht zusammen mit Koagulationshemmern (Marcumar, Aspirin) genommen werden.

Zusätzlich zu Tocotrienolen sollen keine Nahrungsmittelergänzungen mit alpha-Tocopherol ("Vitamin E") genommen werden.

Sollte sich der Tumor nahe der Haut befinden (Umkreis ca 5 cm) empfiehlt sich die zusätzliche topische Anwendung, da so lokal deutlich höhere Konzentrationen erreicht werden können (geschätzt Faktor 10-40 aber für einen begrenzten Zeitraum von 1-2 Stunden).
Optimal ist die häufige Anwendung auf der Haut (4-8 mal über den Tag verteilt).
Die Tocotrienole sollen dazu mit einem Trägeröl als Penetrationsverstärker vermischt werden (beispielsweie 1:1). Im Handel gibt es fertig gemischte sehr Tocotrienol-reiche Öle für topische Anwendung,
 

Beispiele relevanter Studien

Eine Studie mit Pankreaskrebs delta-Tocotrienol und Gemcitabine verwandte sehr hohe Dosen von 50uMol in Zell-Linien und 200mg/kg Körpergewicht bei Mäusen. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3237822/
Eine andere Studie zeigte, dass mit 100mg/kg/d im Plasma undTumorgewebe bei Mäusen bis zu 60uMol erreicht wurde (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2834260/ ). Je höher der Fettgehalt des Ziel-Organs war, desto höher waren die Werte.
So hohe Dosen sind für Menschen aber nicht gut praktikabel. 100mg/kg wären bei 70kg ja 7 Gramm Tocotrienol (über 14 Gramm TRF).
Diese Ergebnisse legen eine "möglichst hohe" Dosierung nahe.

Eine Studie mit Brustkrebszellen und Erlotinib bzw. Gefitinib ( http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2841143/ ) erzielte deutliche Resultate schon ab 3,5 uMol. Diese Konzentration kann relativ leicht durch orale Einnahme bei Menschen erzielt werden.

Tocotrienol-Konzentrationen bei oraler Einnahme: Die Studie ( http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3278267/ ) zeigte, dass bei Einnahme von 200mg Tocotrienolen (aus Palmöl TRF) nach 12 Wochen eine Plasmakonzentration von 3- 10 uMol erreicht wurde.
Da die Konzentrationen sich mit den Wochen aufbauen, empfiehlt es sich die Zuführung von T3 schon mehrere Wochen vor Beginn einer Chemotherapie zu beginnen. 

Zu maximale Einnahme:
Gegenwärtig liegen die  Empfehlungen der EFSA (Lebensmittelbehörde) bei maximal 300mg TE für die lebenslange Einnahme.
Diese 300 mg TE entsprechen 1,83 Gramm Tocomin (mit 733mg Tocotrienole bzw. 486mg DMT3).
Diese 300 mg TE entsprechen 4,18 Gramm DMT3-Gemisch (mit 1676mg Tocotrienole bzw. und 1111mg DMT3).

Die erwähnten Studien verwendeten immer gamma- oder delta-T3 (zusammen bezeichnet als DMT3).

Da es sich dabei um lebenslang sichere Dosierungen handelt, kann selbstverständlich bei Behandlungen auf Anweisung eines Arztes deutlich höher gegangen werden. Schon das lebenslange NOAEL ist etwa die doppelte Menge. Die Toxizität von Vitamin E ist allgemein sehr gering. Koagulationshemmer (z.b.Marcumar) sollten nicht geichzeitig genommen werden und die Blutkoagulationsneigung kontrolliert werden.

Wichtiger Hinweis: Auch wenn es sich bei Tocotrienolen "nur" um ein Vitamin aus Früchten handelt, sollte bei allen Dosierungen mit einer niedrigen Menge (40mg) begonnen und die Reaktion beobachtet werden. Dann langsam steigern. Beim Absetzen gilt das umgekehrte: die Menge langsam wieder verringern.


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13.12.2017 18:00